El
Ausgabe vom Mi, 24.04.2013
SEITENANSICHT
Arrow_left
- 1/20 -
Arrow_right

Fussel & Xanti haben ein Heim gefunden

 Rettung von Straßenhunden:  Dwina Früchtenicht und Florian Jansen aus Lingen setzen sich für die Vierbeiner ein

1945569
Dank Florian Jansen und Dwina Früchtenicht fühlen sich Fussel aus Rumänien und Xanti (liegend) aus Ungarn wohl. Adam-Foto

Lingen (cad) – In vielen ärmeren Ländern Europas gehören sie zum Straßenbild: sogenannte Straßenhunde. Diese haben im Allgemeinen einen schweren Stand. Niemand will sie, keiner kümmert sich um sie. Eine breitere Aufmerksamkeit erhielten diese bestenfalls geduldeten Straßenbewohner, als die Fußballeuropameisterschaft 2012 in der Ukraine ausgetragen wurde und die dortigen Behörden die massenhafte Tötung der herrenlosen Vierbeiner forcierte.

Tierfreunde empörten sich; Nationalspieler wie Miroslav Klose engagierten sich in einer Protestkampagne gegen die „Säuberungsaktion“. Zwei Lingener, die sich schon vorher mit diesem Thema auseinandergesetzt haben, sind Florian Jansen und seine Lebensgefährtin Dwina Früchtenicht.

Florian und Dwina erzählen in ihrem Haus, in dem sie mit den Hündinnen Fussel, Xanti und einer Katze leben, wie das kam. „2010 war ich zur Montage von Windkrafträdern in Rumänien. Auf unserer Baustelle lebten viele Straßenhunde. Allein auf dem Weg vom Hotel dorthin sah ich täglich etwa zehn tote Hunde und Tausende herumstreunen“, erzählt Florian. Ein Anblick, der sein Herz erweicht hat. Insgesamt drei Hunde hat er „rausgeholt“: einen für seine Mutter, einen für Dwinas Schwester und Fussel für sich selbst. Das muss recht mühselig gewesen sein.

„Ich musste mit den Hunden zur Tierärztin: kastrieren, impfen, chippen. Danach sollte ich sie amtlich prüfen lassen und mir bestätigen lassen, dass alles in Ordnung ist. Da ich die Hunde schließlich nicht mit ins Hotel nehmen konnte, musste ich sie zwischen den Prozeduren immer wieder ,nach Hause‘, sprich auf die Baustelle bringen“, erklärt der Monteur den Ablauf. Nachdem die Quarantäne durchstanden war, konnte der jeweilige Hund im Flugzeug mit nach Deutschland kommen. Das alles hat Florian selbst bezahlt. Etwa 250 Euro pro Hund habe ihn das gekostet. Es war ihm die Sache wert.
 Weiter auf Seite 2


Zoom_min
Zoom_max
Ausgabe als PDF speichern
Ausgabe als PDF öffnen
Seite als PDF speichern
Seite als PDF öffnen
Originalansicht Artikel per eMail verschicken Artikel ausdrucken
Loader