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Ausgabe vom Mi, 18.10.2017
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„Deutschland gegen Rest der Welt“ in Dohren

Lokalmatador Tobias Kroner fährt das letzte Rennen seiner Karriere – ADAC Speedway-Flutlichtrennen am Samstag

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Ein guter Start ist in Dohren bereits die halbe Miete zum Laufsieg. Wer schlecht wegkommt, fährt dem Feld meistens hinterher. Diers-Fotos

 Dohren (zo) – Am 21.10. (Sa., 21.) röhren auf dem Eichenring in Dohren wieder die getunten Motoren der Speedway-Motorräder. Dann heißt es wieder: „Start frei zum Internationalen ADAC Speedway-Flutlichtrennen“ zum Saisonabschluss auf der kürzesten Speedwaybahn (215 Meter) Deutschlands“. 

International erfolgreiche Speedway-Cracks werden ab 18.30 Uhr im Vergleich „Deutschland gegen Rest der Welt“ aus ihren Rennmaschinen ohne Bremsen bis zu 120 Stundenkilometer heraus kitzeln. Dabei auch Dohrens Speedway-Ass und Rennleiter Tobias Kroner. Nach 18 Jahren aktiven Rennsport wird Dohren sein letzter Einsatz auf der Speedwaymaschine sein.

Der 31-jährige Dohrener ist nach erfolgreichem Abschluss seines BWL-Studiums beruflich stark eingespannt, dass er das Heimatrennen seines MSC Dohren zum Abschiedsrennen vom Bahnsport deklariert hat. Kroner, der dem Speedwaysport seines MSC Dohren auf andere Weise weiter zur Verfügung steht, möchte sich beruflich durch die Leitung einer neu gegründeten Niederlassung der Cloppenburger Koopmann Gruppe im Raum Hamburg gezielt weiter entwickeln. Wörtlich betont der Dohrener: „ich sehe diese neue Aufgabe als große Chance. Der neuen Aufgabe möchte ich mich mit voller Konzentration widmen. Mir werden zunehmend mein beruflicher Erfolg sowie mein Privatleben wichtiger als der Sport. Ich setze meine persönlichen Prioritäten mittlerweile anders“. Beim Internationalen ADAC Speedway-Flutlichtrennen auf dem Eichenring Dohren wird sein Augenmerk ganz dem sportlichen Wettkampf gehören. „Wir hoffen, dass wir wieder rund 4000 Speedwayfans am Samstagbegrüßen können“, ist Rennleiter Tobias Kroner, von allen nur „Tobi“ gerufen, optimistisch.

Im letzten Jahr musste das Dohrener Flutlichtrennen kurz vor Schluss wegen Neben abgebrochen werden. Das Rennen gewann damals das Team „Rest oft he World“ mit 54:36 Punkten gegen das Team „Deutschland“ mit Tobias Kroner. „Tobi“ steigt auch jetzt noch einmal auf seine Rennmaschine, um mit dem deutschen Team die zum Sieg nötigen Punkte nach Hause zu fahren. Zum deutschen Team gehören neben Tobias Kroner noch Kevin Wölbert (Heidhof), Kai Huckenbeck (Werlte), Lukas Fienhage (Klein Brockdorf), Martin Smolinski (Olching) und Renè Deddens (Emstek) Manch ein Speedwayfan schnalzt beim deutschen Starterfeld der internationalen A-Gruppe mit der Zunge. Beim Blick auf das Team „Rest oft he World“ sind dann schon Freudensprünge angesagt. „Die Rückmeldungen auf unsere Starterfelder sind phänomenal“, freuen sich Tobias Kroner und sein Vater Josef Kroner, Vorsitzender des MSC Dohren. Der „Weltauswahl“ gehören Robert Lambert (Großbritannien), Antonio Lindbäck (Schweden), Peter Kildemand (Dänemark), Timo Lahti (Finnland) und Bjarne Pedersen (Dänemark) an.

„Sie versprechen spektakuläre Rennen und Nervenkitzel auf dem Eichenring“, weiß „Tobi“. Es wird am Samstag auch wieder eine internationale B-Gruppe aus Deutschland, Dänemark und den Niederlanden geben. Allerdings ohne Dohrens Langbahnspezialisten Jörg Tebbe, der sich zum Rennzeitpunkt in einem Trainerlehrgang befindet.

Außerdem starten auch Nachwuchsklassen der 50 Kubikzentimeter – und 250 Kubikzentimeterklassen. In der 50 Kubikzentimeterklasse werden erstmals zwei Dohrener an den Start rollen, die aus der aktiven Jugendgruppe des Vereins kommen. Das Training der Nachwuchsklassen beginnt am Samstag um 15 Uhr. Die Seniorenklasse rollen ab 17 Uhr zum Training an das Startband. Ab 18.30 Uhr startet das Hauptprogramm mit der Fahrervorstellung.

Nach dem Flutlichtrennen wird ein Feuerwerk den Himmel erleuchten. Danach steigt im Festzelt am Eichenring die Abschiedsfete des Lokalmatadors Tobias Kroner. Der Eintrittspreis zum Eichenring beträgt am Samstag für Erwachsene 15 Euro inklusive Programmheft. Schüler, Behinderte mit Ausweis und Studenten zahlen 8 Euro. Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt. 


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